30.08.2010 | Der FC unterliegt starken Bremern
Der FC hat das Duell gegen Werder Bremen verloren. Vor
35.500 Zuschauern in der ausverkauften Baustelle Weserstadion ließen
sich die Kölner auch durch einen 0:2-Rückstand nicht unterkriegen, waren
aber der Offensivstärke von kollektiv gut aufgelegten Bremern
letztendlich nicht gewachsen.
Nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen Kaiserslautern musste Trainer Zvonimir Soldo den rot gesperrten Youssef Mohamad ersetzen. Seinen Platz in der Innenverteidigung nahm Kevin Pezzoni ein. Auf Bremer Seite fanden sich im Vergleich zum Champions-League-Krimi gegen Neapel zwei Neue in der Startelf. Statt Petri Passen begann Sebastian Bosnisch, Marko Arnautovic stürmte anstelle von Sandro WagnerKaum war das Spiel angepfiffen, da war es der von Inter Mailand an die Weser gewechselte Österreicher, der die FC-Defensive erstmals in Verlegenheit brachte. In der Folge konnte sich die Abwehr des FC dann stabilisieren und lauerte auf Konter. Die nächste Chance hat Werder erst wieder in Minute 26, ein Volley von Arnautovic Zwei Minuten später zeiht der starke Marin in den Strafraum und wird von Petit gelegt. Kapitän Torsten Frings tritt zum Strafstoß an und verwandelt auch seinen 18. Elfmeter in Folge zum 1:0 für Werder. Die Hanseaten denken gar nicht daran, sich mit der Führung zurückzulehnen und legen prompt nach: In der 36. Minute holt Pizarro eine Borowski-Flanke mit dem Fuß aus der Luft und flankt den Ball über Kopf in die Mitte, wo der völlig freie Arnautovic mit einem Kopfball-Aufsetzer das 2:0 markiert. Doch die Soldo-Elf war nicht gewillt aufzugeben: Im direkten Gegenzug brachte Novakovic eine Flanke in den Strafraum, Pezzoni verlängert diese per Kopf und Lukas Podolski nickt zum Anschlusstreffer ein.
Der FC kam mit Fabrice Ehret für Salger deutlich besser aus der Kabine und hatte durch Distanzschüsse von Pezzoni und Martin Lang zwei vielversprechende Gelegenheiten (50. und 58.). Werder verfügte jedoch über die nötige Effektivität, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Es war schließlich Hugo Almeida, der eine Viertelstunde vor Schluss den alten Abstand wieder herstellte: Nach einer Flanke von Arnautovic erzielt der Portugiese aus kürzester Entfernung das 3:1. Doch auch dieser erneute Rückstand brach noch nicht den Einsatzwillen der Kölner. Frings klärt einen Kopfball von Lang auf der Linie, Podolski fehlt zweimal ein wenig die Genauigkeit (81. und 89.) Marko Arnautovic
setzt letzten Hoffnungen des FC auf einen Punktgewinn in der
Nachspielzeit mit einem satten Schuss aus knapp 14 Metern ein Ende. Immerhin tut Kevin McKenna mit seinem 4:2 noch etwas für die Tordifferenz.